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Cathay Pacific: Rekordergebnisse für das Jahr 2010

10 Mar 2011

Ergebnisse 2010 2009 Veränderung
Umsatz HK$ Mrd.
89,524
66,978
+33.7%
Euro Mrd.
8,67
6,351
Gewinn der Eigner von Cathay Pacific HK$ Mrd.
14,048
4,964
+199,3%
Euro
1,36 Mrd.
445,1 Mio
Gewinn pro Aktie HK cents
357,1
119,3
+199,3%
Euro Cents
34,5
11,3
Dividende pro Aktie HK cents
111
10,0
+1010,0%
dividende pro aktie Euro Cents
10,7
0,9
-


Die Cathay Pacific Group verzeichnete 2010 einen anteiligen Gewinn von 14,048 Mrd. HK$ (1,36 Mrd. EUR) – ein Rekordergebnis im Vergleich zum Vorjahresgewinn in Höhe von 4,694 Mrd. HK$ (445,1 Mio. EUR). Der Umsatz erhöhte sich um 33,7% auf 89,524 Mrd. HK$ (8,67 Mrd. EUR). Der Gewinn pro Aktie stieg um 199,3% auf 357,1 HK Cents (34,5 EUR Cents).

Von dem globalen Wirtschaftseinbruch konnte sich Cathay Pacific Group bereits Ende 2009 erholen und setzte 2010 diesen Aufschwung fort. Sowohl das Passagier- als auch das Fracht-Geschäft konnten eine gute Leistung erzielen – mit durchwegs starker Auslastung und deutlichen Umsatzsteigerungen. Cathay profitierte zudem von den erzielten Gewinnen der Beteiligungsgesellschaft Air China, die mit 2,482 Mrd. HK$ (240 Mio. EUR) zum Jahresergebnis beitrug, von den Gewinnen in Höhe von 2,165 Mrd. HK$ (209 Mio. EUR) aus dem Verkauf der Beteiligungen an Hong Kong Air Cargo Terminals Limited (“Hactl”) und Hong Kong Aircraft Engineering Company Limited (“HAECO”) sowie von 868 Mio. HK$ (84 Millionen EUR) erzielten Gewinnen durch die fiktive Veräußerung von Anteilen an Air China. Die fiktive Veräußerung kam durch die Ausgabe neuer Aktien durch Air China zu Stande, an der Cathay Pacific Group nicht teilnehmen konnte.

Mit der Bekanntgabe der Jahresergebnisse 2010 bestätigt Cathay Pacific, dass die Mitarbeiter eine Gewinnbeteiligung erhalten: ein Fünf-Wochen-Gehalt sowie entweder 6000 HK$ (581 EUR) oder die Hälfte der Monatsgehalts der Mitarbeiter, je nachdem welcher Wert kleiner ist. Dadurch erhalten mehr als 60% Prozent der Mitarbeiter eine Gewinnbeteiligung von mehr als sechs Wochen Gehältern – hiervon wurden zwei Wochengehälter bereits im August ausgezahlt. Diese Gewinnbeteiligung erhalten die Mitarbeiter zusätzlich zum 13. Bonus-Monatsgehalt, das im Dezember ausbezahlt wurde.

Cathay Pacific und Dragonair beförderten 2010 gemeinsam insgesamt 26,8 Millionen Passagiere – 9,1% mehr als in 2009. Durch die konsistent starke Nachfrage nach Economy-Class-Sitzen und eine stetig wachsende Nachfrage nach Premium-Class-Tickets verbesserte sich die Auslastung um 2,9 Prozentpunkte. Der Passagierumsatz stieg 2010 um 29,3% Prozent auf 59,354 Mrd. HK$ (5,74 Mrd. EUR). Der Ertrag stieg um 19,8% auf 61,2 HK Cents (5,9 EUR Cents). Die meisten Märkte verzeichneten eine hohe Nachfrage, mit einer deutlichen Zunahme der Premium-Reisen. Die Sitzplatz-Erträge wurden gezielt gesteuert und konnten so optimal ausgerichtet werden. Die Passagierkapazität wuchs um 4,1% Prozent, in dem die während der Krise reduzierten oder still gelegten Services wieder aufgenommen und neue Destinationen hinzugefügt wurden.

Der Frachtumsatz der Gruppe stieg um 50,1% auf 25,901 Mrd. HK$ (2,5 Milliarden EUR). Das Volumen der von Cathay Pacific und Dragonair beförderten Fracht stieg um 18,1% auf 1,8 Millionen Tonnen. Die Kapazität verbesserte sich durch den Wiedereinsatz von Frachtflugzeugen, die während der Krise still gelegt und in der Wüste geparkt wurden, um 15,2%. Trotz der Kapazitätssteigerung war die Nachfrage so hoch, dass sich die Auslastung um 4,9 Prozentpunkte auf 75,7% erhöhte. Die Nachfrage war in allen Schlüsselmärkten hoch, besonders in der Hochsaison von Oktober bis November. Dies spiegelt sich im Ertrag wieder, der um 25,3% auf 2,33 HK$ (22,5 EUR Cent) stieg.

Kerosin ist mit 35,6% Prozent der gesamten Betriebskosten weiterhin der größte Kostenfaktor für die Cathay Pacific Group. Der Preis für Kerosin erhöhte sich im Verlauf des Jahres und lag im Durchschnitt 28% Prozent höher als in 2009. Die gesamten Treibstoffkosten stiegen, ungeachtet der Effekte von Treibstoffpreissicherungen, 2010 um 40,4%. Dies spiegelt die höheren Preise und das gestiegene Flugaufkommen wider. Das Risiko in Zusammenhang mit Treibstoffpreisänderungen richtig einzuschätzen und zu managen ist eine der größten Herausforderung. Die Treibstoffpreissicherungsaktivitäten der Cathay Pacific Group resultierten 2010 in einem Verlust von 41 Millionen HK$ (3,9 Millionen EUR) wobei die unrealisierten Mark-to-Market-Gewinne von zirka 1 Millarde HK$ (96 Millionen EUR) in den Rücklagen berücksichtigt wurden. Diese Gewinne, abhängig von zwischenzeitlichen Veränderungen des Ölpreises, werden der Erfolgsrechnung 2011 und 2012 zugrunde gelegt.

Die verbesserten Marktbedingungen führten auch zu einer Verbesserung der Bilanz: die Finanzposition ist stabil und stark. Während eine konservative Bilanzierung beibehalten wurde, konnte die Größe der Airline gesteigert und somit die Position Hong Kongs als ein weltweit führendes Luftfahrt-Drehkreuz weiter gestärkt werden. Das Unternehmen investierte weiterhin in eine moderne und treibstoffeffiziente Flotte: 2010 wurden sieben neue Flugzeuge ausgeliefert. Im August 2010 verkündete das Unternehmen die bisher größte Flugzeugbestellung: 30 Airbus A350-900s (Auslieferung zwischen 2016 und 2019) und sechs weitere Boeing 777-300ERs. Im Dezember wurden zwei weitere Airbus A350-900s bestellt. Im März 2011 gab Cathay Pacific die Akquisition von 15 neuen Flugzeugen bekannt. Außerdem befindet sich das Unternehmen in Verhandlungen, die zu einem Erwerb von 10 weiteren Flugzeugen führen könnten. Die erste der Boeing 747-8F Frachter wird nach einer Verzögerung nun im August 2011 ausgeliefert werden.

Cathay Pacific hat 2010 mit Mailand und Moskau zwei neue Destinationen sowie zusätzliche Services nach Tokio-Haneda aufgenommen. Im Juni 2011 sollen Passagierdienste nach Abu Dhabi starten – im September 2011 nach Chicago. Durch Codeshare-Abkommen mit Airlines in Mittel- und Lateinamerika, den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada und Japan ergänzen außerdem 22 neue Destinationen das Netzwerk von Cathay Pacific. Dragonair fliegt nun auch Hongqiao in Shanghai an, hat die Services nach Fukuoka und Sendai in Japan wieder aufgenommen und Okinawa in den Flugplan aufgenommen. Im Dezember 2010 hat Cathay Pacific die Einführung von neuen Business-Class-Sitzen für Langstreckenflüge verkündet. Außerdem eröffnete die Airline in 2010 eine neue First- und Business-Class-Lounge in London sowie die vierte First- und Business-Class-Lounge in Hong Kong “The Cabin”. Darüber hinaus wird die Lounge “The Wing” in Hong Kong gerade renoviert.

Die Behörden in China haben das Cargo-Joint-Venture mit Air China offiziell genehmigt. Beide Airlines schließen gerade die notwendigen Vorbereitungen ab, bevor die Dienste starten können. Die bereits existierende Tochtergesellschaft von Air China, Air China Cargo, wird als Plattform für das Gemeinschaftsunternehmen fungieren. Air China Cargo hat ihren Sitz in Shanghai und bringt eine gute Position mit, um das Frachtgeschäft in der Region am Yangtze River Delta zu erschließen. Die Cathay Pacific Group wird vier Boeing 747-400BCF Frachtmaschinen und zwei Ersatztriebwerke an das Joint Venture veräußern. Eines dieser Flugzeuge wurde bereits an Air China Cargo verkauft. Die anderen drei Maschinen werden voraussichtlich 2011 und 2012 den Besitzer wechseln. Das Engagement in Hong Kong als internationales Luftfrachtdrehkreuz bleibt davon selbstverständlich unberührt. Der Bau des eigenen Fracht-Terminals am Hong Kong International Airport schreitet voran und befindet sich damit weiterhin im Zeitplan. Der Frachtterminal, der weltweit zu den größten und modernsten seiner Art zählen wird, soll Anfang 2013 in Betrieb genommen werden.

Christopher Pratt, Chairman von Cathay Pacific, sagte: “Wir freuen uns über den schnellen Aufschwung - von den Krisenzeiten in 2008 und größtenteils 2009 zu den Rekordergebnissen in 2010. Dies ist bezeichnend für die Volatilität unseres Geschäfts. Daher können wir es uns nicht leisten, mit uns selbst zufrieden zu sein. Unsere Ergebnisse würden schnell negativ beeinflusst werden, sobald die wirtschaftlichen Bedingungen wieder von einer Rezession geprägt werden. Momentan denken wir, dass die Nachfrage in 2011 hoch bleiben wird, aber diese Erwartung kann durch die schwankenden Ölpreise und die damit verbundene geschwächte Weltkonjunktur untergraben werden.”

“Mit der Einführung neuer Destinationen und verbesserter Frequenzen werden sich die Umsätze proportional zu unserer Kapazität erhöhen. Wenn sich unsere Nachfrage-Erwartungen erfüllen, werden sich die Umsätze mit der Kapazität konform erhöhen. Die Treibstoffkosten sind nun höher als wir Anfang 2011 dachten. Andere Betriebskosten werden vermutlich ebenfalls steigen, einige davon schneller als der Umsatz. Besonders im Hinblick auf Kerosin werden die erhöhten Ölpreise eine maßgebliche Beeinträchtigung der Rentabilität mit sich führen, falls sie nicht durch höhere Tarife oder Treibstoffzuschläge ausgeglichen werden. Dadurch könnte sich aber die Nachfrage erheblich reduzieren.”

“Die Luftfahrtindustrie ist herausfordernd und unberechenbar. Wir werden unsere Finanzen weiterhin umsichtig verwalten und bemühen uns, die Kosten unter klarer Kontrolle zu halten. 2010 sind viele gute Dinge passiert. Ich bin zuversichtlich, dass dies uns helfen wird, den dauerhaften Erfolg des Unternehmens zu sichern. Dabei unterstützen uns unsere Kernkompetenzen: ein kompetentes und engagiertes Team, ein ausgezeichnetes internationales Netzwerk, die Qualität unserer Produkte und Services, unsere starke Partnerschaft mit Air China und unsere Position in Hong Kong, eines der weltweit führenden Drehkreuze und wichtigstes Tor nach China.”