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Cathay Pacific: Ergebnisse erstes Halbjahr 2010

04 Aug 2010

Ergebnisse 1H2010 1H2009 Veränderung
Umsatz HK$ Mrd.
41,337
30,921
+33.7%
Euro Mrd.
4,029
3,014
Gewinn der Eigner von Cathay Pacific HK$ Mrd.
6,840
812
+724,4%
Euro Mio.
667
79
Gewinn pro Aktie HK cents
173,9
20,6
+744,2%
Euro
0,17
0,02
Dividende pro Aktie HK cents
33
-
-
dividende pro aktie Euro
0,03
-
-


Frankfurt am Main, 04. August 2010. Die Cathay Pacific Group erzielte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 einen Gewinn in Höhe von 6,840 Mrd. HK$ (667 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr des Vorjahres betrug der Gewinn 812 Mrd. HK$ (79 Mio. Euro). Der Gewinn pro Aktie stieg um 8,4% auf 173,9 HK cents (0,17 Euro). Der Umsatz stieg im Vergleichszeitraum um 33,7% auf 41,337 Mrd. HK$ (4,029 Mrd. Euro).

Bis 2013 wird Cathay Pacific in die Anschaffung neuer Flugzeuge investieren, in das neue Frachtterminal am Hong Kong International Airport sowie in weitere Produktverbesserungen in der Kabine und bei den Services am Boden. Darüber hinaus hat die Airline kürzlich eine Absichtserklärung über den Kauf von 30 A350-900 unterzeichnet und sich zudem Kaufoptionen bei Boeing für den Erweb von 6 weiteren 777-300ER gesichert. Der Listenpreis dieser Flugzeuge beträgt insgesamt 75 Mrd. HK$ (7,3 Mrd. Euro). Die neuen A350-900 werden zwischen 2016 und 2019 ausgeliefert. Sie werden zum einen Teil einige ältere Maschinen der Flotte ersetzen und zum anderen Teil für künftiges Wachstum eingesetzt werden.

Im ersten Halbjahr 2010 erfuhr das Kerngeschäft der Cathay Pacific Group nach den extrem schwierigen Bedingungen des Vorjahres eine kontinuierliche und deutliche Erholung. Der Aufschwung, der im letzten Quartal 2009 begann, setzte sich 2010 fort und gewann an Fahrt. Sowohl das Passage- als auch das Frachtgeschäft von Cathay Pacific und Dragonair schnitten gut ab. Der Umsatz stieg trotz der Unsicherheiten in der Weltwirtschaft weiter.

Als Anerkennung für das positive Halbjahresergebnis und für den großen Einsatz der Belegschaft gewährt die Fluggesellschaft allen hierzu berechtigten Mitarbeitern des Cathay Pacific Teams eine Sonderzahlung in Höhe eines halben Monatsgehalts. Dies ist eine anteilige Zahlung auf die spätere Gewinnbeteiligung, die anhand der endgültigen Jahresergebnisse berechnet werden wird.

Die Umsätze im Passagegeschäft der Cathay Pacific Gruppe verbesserten sich gegenüber dem Tiefpunkt in 2009 und erreichen fast wieder das Vor-Krisen-Niveau. In der Economy Class war die Auslastung durchweg höher als in den meisten Monaten des Vorjahres und die Erträge stiegen entsprechend. In den Premiumklassen wurde eine stark steigende Nachfrage an Geschäftsreisen ab Hong Kong verzeichnet. Diese gesteigerte Nachfrage konnte von keiner anderen Metropole erzielt werden. Cathay Pacific und ihre Tochterfluggesellschaft Dragonair beförderten im ersten Halbjahr 2010 zusammen 13 Mio. Passagiere – dies entspricht einem Zuwachs von 8,5%. Die Auslastung stieg um 5,5 Prozentpunkte, während die Kapazität um 0,1% sank. Der Umsatz im Passagiergeschäft betrug im ersten Halbjahr 2010 27,411 Mrd. HK$ (2,67 Mrd. EUR) - eine Steigerung um 25,7% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Erträge stiegen um 17,5% auf 58,4 HK cents (0,06 Euro)

Das Frachtgeschäft erwies sich mit einer starken Nachfrage aus allen Schlüsselmärkten im gesamten ersten Halbjahr als sehr robust. Die Auslastung stieg im Vorjahresvergleich um 11,8 Prozentpunkte und erreichte die Rekordmarke von 78,0%. Bis zum Juli stellte die Airline alle fünf Frachtmaschinen wieder in Dienst, die sie wegen der krisenbedingt geringeren Nachfrage des letzten Jahres vorübergehend geparkt hatte. Im ersten Halbjahr stieg die beförderte Fracht um 24,4% auf 872.000 Tonnen. Die Frachtumsätze wuchsen um 63,1% auf 11,844 Mrd. HK$ (1,15 Mrd Euro), während der Ertrag um 36,1% auf HK$ 2,26 (0,22 EUR) stieg.

Kerosin ist weiterhin der wichtigste Kostenfaktor und die Kerosinpreise stiegen erneut im ersten Halbjahr 2010 um 51,1% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es bleibt eines der wichtigsten Ziele und Herausforderungen, die Risiken, die mit den schwankenden Kerosinpreisen verbunden sind, zu managen.

Nach den extrem schweren Bedingungen im größten Teil des Jahres 2009 begrüßt die Cathay Pacific Group den anschließenden Umschwung. Im Jahr 2010 konnte die Airline ihre Kapazitäten wieder ausbauen und Strecken wieder aufnehmen. Der Umschwung ermöglichte es der Gruppe, ihre Bilanz zu konsolidieren und ihre finanzielle Position zu stärken. Damit kann sie noch besser ihr Kernziel verfolgen, im Airlinegeschäft zu wachsen und die Position von Hong Kong als eine der weltweit führenden internationalen Luftverkehrsdrehscheiben weiter zu stärken.

Die strategische Partnerschaft mit Air China entwickelt sich zunehmend stärker. Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Geschäftsbeziehungen war die Ankündigung eines neuen Fracht Joint Ventures in Shanghai im Februar diesen Jahres. Beide Airlines werden Ihre Zusammenarbeit auf ein bereits existierendes Tochterunternehmen von Air China, Air China Cargo, aufbauen. Cathay Pacific wird sich mit 49% an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligen und voraussichtlich im Oktober die operative Arbeit aufnehmen. Gleichzeitig bekräftigte Cathay Pacific ihr Engagement am Drehkreuz in Hong Kong mit der Wiederaufnahme der Bauarbeiten im März an ihrem eigenen Frachtterminal am Hong Kong International Airport. Dieses hochmoderne Gebäude mit einem Investitionsvolumen von 5,5 Mrd. HK$ (536 Mio. EUR) wird die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Hong Kong als Frachtdrehscheibe stärken.

Cathay Pacific Chairman Christopher Pratt sagte: “Wenn sich die derzeitigen Entwicklungen fortsetzen, können wir im zweiten Halbjahr 2010 weiterhin starke Finanzergebnisse erwarten. Die Bedingungen für die Luftverkehrsindustrie können sich jedoch sehr schnell ändern. Ein deutlich steigender Kerosinpreis würde unsere Ergebnisse sehr schnell negativ beeinflussen, ebenso wie ein Rückfall in die wirtschaftlichen Krisenbedingungen der Jahre 2008/2009.

Wir blicken zuversichtlich auf eine langfristige Zukunft der Cathay Pacific Group und Hong Kong. Wir bewegen uns allerdings in einer schwierigen, oft nicht vorhersehbaren Wirtschaft und müssen viele Dinge im Auge behalten – ob wirtschaftliche Veränderungen, steigende Kerosinpreise oder auch Vulkanausbrüche – all das kann plötzlich Einfluss auf unser Geschäft nehmen. Wie auch immer – vieles spricht für uns: sei es unser professionelles und engagiertes Team, ein ausgezeichnetes internationales Streckennetz, ein effizientes Kostenmanagement, qualitativ hochwertige Services und Produktangebote, eine enge Beziehung zu Air China und unsere Position in Hong Kong – eine der großartigsten Städte der Welt und ein erstklassiges internationales Luftverkehrsdrehkreuz. Ich bin sicher, diese Kernkompetenzen sichern den künftigen Erfolg des Unternehmens.“